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🌎 Schnelle Antwort

Was ist Schwerkraft?

T3-ENGAGEMENT
4 Min. gelesenLetzte Rezension: Mai 2026By Frank Urena, PhD

Die Schwerkraft ist die Kraft, die Ihre Füße auf dem Boden hält, den Mond in seiner Umlaufbahn hält und dafür sorgt, dass Galaxien nicht auseinanderfliegen. Sie ist die bekannteste der vier Grundkräfte – und wird auf Quantenebene am wenigsten verstanden.

✓ Kurze Antwort

Schwerkraft ist die grundlegende Anziehungskraft zwischen allen Objekten mit Masse oder Energie. Auf der Erdoberfläche beschleunigt es Objekte mit etwa nach unten 9,81 m/s². Newton beschrieb es als eine Kraft, die proportional zur Masse und umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung ist. Einsteins allgemeine Relativitätstheorie interpretierte die Schwerkraft als Krümmung der Raumzeit verursacht durch Masse und Energie – Objekte „fallen“, weil sie gekrümmten Bahnen durch die verzerrte Raumzeit folgen.

Newton: F = Gm₁m₂/r²   |   Einstein: Gμν = (8πG/c⁴) Tμν

Zwei Beschreibungen der Schwerkraft

🍏 Newtons Gesetz der universellen Gravitation (1687)

Jedes Objekt zieht jedes andere Objekt mit einer Kraft an, die proportional zum Produkt seiner Massen und umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands zwischen ihnen ist: F = Gm₁m₂/r². Die Gravitationskonstante G = 6,674 × 10⁻¹¹ N·m²/kg². Dieses Modell eignet sich hervorragend für alltägliche Berechnungen, Orbitalmechanik und Ingenieurwesen.

🌌 Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie (1915)

Masse und Energie sagen der Raumzeit, wie sie sich krümmen soll; Die gekrümmte Raumzeit sagt der Materie, wie sie sich bewegen soll. Objekte im freien Fall folgen Geodäten – die geradesten Wege durch gekrümmte Geometrie. Dies erklärt Phänomene, die Newton nicht erklären konnte: die Präzession der Merkurbahn, die Lichtkrümmung um die Sonne, die gravitative Zeitdilatation und die Existenz von Schwarzen Löchern.

Wichtige Fakten zur Schwerkraft

Schwerkraft auf verschiedenen Welten

💡 Schlüsselkonzept

Die Schwerkraft ist in der Allgemeinen Relativitätstheorie keine Kraft – sie ist Geometrie. Ein fallender Apfel wird nicht „gezogen“ – er folgt dem möglichst geraden Weg durch die Raumzeit, der durch die Masse der Erde gekrümmt wurde.

Ungelöste Fragen

Wussten Sie?

Gravitationswellen – von Einstein 1916 vorhergesagte Wellen in der Raumzeit – wurden erstmals am 14. September 2015 von LIGO direkt von zwei Schwarzen Löchern entdeckt, die 1,3 Milliarden Lichtjahre entfernt verschmelzen. Das Signal streckte und komprimierte die 4 km langen Arme von LIGO um weniger als 1/10.000 der Breite eines Protons.

Die Leute fragen auch

Was verursacht die Schwerkraft?

In der Allgemeinen Relativitätstheorie verzerren Masse und Energie die Geometrie der Raumzeit. Andere Objekte bewegen sich dann entlang der Kurven in dieser Geometrie. Auf der tiefsten Ebene wird der Mechanismus, der Masse mit der Raumzeitkrümmung verbindet, durch Einsteins Feldgleichungen beschrieben, aber warum Massenkurven der Raumzeit bleiben eine offene philosophische Frage.

Ist die Schwerkraft die schwächste Kraft?

Ja – bei weitem. Die gravitative Anziehung zwischen zwei Protonen ist etwa 10³⁶ mal schwächer als ihre elektromagnetische Abstoßung. Die Schwerkraft dominiert im astronomischen Maßstab nur, weil große Objekte elektrisch neutral sind, sodass sich elektromagnetische Kräfte aufheben, während sich die Gravitationskräfte addieren.

Kann die Schwerkraft abgeschirmt oder blockiert werden?

Kein bekanntes Material oder keine bekannte Methode kann die Schwerkraft abschirmen. Im Gegensatz zu elektromagnetischer Strahlung, die durch Leiter (Faradaysche Käfige) blockiert werden kann, durchdringt die Schwerkraft alles. Dies ist eine Folge davon, dass es immer attraktiv ist und Spin-2 hat (im hypothetischen Gravitonenmodell).

Was ist Schwerelosigkeit?

„Schwerelosigkeit“ (oder Mikrogravitation) entsteht im freien Fall – wenn ein Objekt und seine Umgebung unter der Schwerkraft gemeinsam beschleunigen. Astronauten auf der ISS erleben Mikrogravitation nicht, weil es keine Schwerkraft gibt (sie macht etwa 90 % der Oberflächenkraft aus), sondern weil sie sich im ständigen freien Fall um die Erde befinden.

Referenzen und weiterführende Literatur